Wir stellen euch in diesem Vergleichstest vier verschiedene Controller vor und nehmen sie mal richtig unter die Lupe.
Es handelt sich hier um Controller der Marken MadCatz und Big Ben. Die Namen der Hersteller dürften den meisten Gamern bekannt sein, gibt es doch von beiden jede Menge Zubehör für die verschiedensten Konsolen.
Fangen wir einfach mal mit dem MadCatz F.P.S. Pro für PlayStation 3 sowie XBox360 an.
PlayStation 3
Der F.P.S. Pro für die PS3 macht optisch schon mal einen recht stabilen und hochwertigen Eindruck. Bei der ersten Begutachtung fällt sofort das Gewicht und die Griffigkeit des F.P.S. Pro auf.
Geliefert wird der F.P.S. Pro mit einem WiFi-Adapter und einem USB-Ladekabel.
Ein USB-Empfänger sorgt für die Übertragung der Signale vom Controller zur PlayStation 3.
Im Gegensatz zu Sony's originalem Wireless-Controller, liegt der F.P.S. Pro schwer in der Hand, wirkt sehr bullig. Die beleuchteten Analogsticks sind ein wahrer Eyecatcher und runden das nächtliche Spielgefühl ab, sogar die Farben können geändert werden. Die Beleuchtung kann an der Controller-Front auch ausgeschaltet werden, da diese schon etwas vom Akku zehrt.
Für Shooter-Fans dürften die zwei konfigurierbaren Combat-Tasten recht interessant sein. Die Konfiguration erfolgt dabei über den Schiebeschalter unter dem Controller.
Verarbeitung :
Die Verarbeitung lässt kaum zu wünschen übrig. Die Analogsticks sind nach innen gewölbt, was in Ego-Shootern präzises Zielen und in Rennspielen genaues Lenken zulässt.
Die Trigger sind in das Controllergehäuse eingelassen und hängen somit nicht so wie bei Sony's originalem Controller.
Die Unterseite des F.P.S. Pro ist komplett gummiert und sorgt somit für ein griffiges Handling.
Gesamteindruck :
Der MadCatz F.P.S. Pro könnte für Shooter-Fans eine echte Alternative zum Original werden!
Die Optik und die hochwertige Verarbeitung laden sicher immer wieder gern zum Spielen ein.
Allerdings gibt es auch einige Nachteile. Das Steuerkreuz lässt sich nicht so gut bedienen, wie es beim Standard-Controller möglich ist. Für einen Shooter reicht es sicher aus, allerdings ist es beim Spielen eines Beat'em'Up eher unpräzise und macht genaue Richtungsangaben eher schwer.
Ein weiteres Manko ist der USB-Empfänger. Manchmal verlor er die Verbindung zum Controller während des Spielens; zwar nur sehr selten, aber so etwas sollte eigentlich nicht vorkommen.
Der MadCatz F.P.S. Pro ist zwar schon eine Alternative zum standardmäßigen Sony-Controller, allein durch die geniale Optik und Griffigkeit, besser als Sony's Original ist er allerdings nicht.
Preislich liegt er bei 39,99 €.
XBox 360
Der F.P.S. Pro für die XBox 360 ist nahezu identisch mit dem PS3-Gegenstück.
Auch er ist sehr wertig verarbeitet und liegt gut in der Hand.
Da Microsoft außer den hauseigenen Produkten nicht gerne Wireless-Controller zulässt, ist der F.P.S. Pro kabelgebunden. Aber einen richtigen Shooter-Vetranen wird das wohl kaum abschrecken.
Gesamteindruck :
Aber auch hier gibt es, wie bei dem PS3-Pendanten, ein paar Macken.
Bei Nutzung eines Headsets veränderte sich der Klang so, dass sich das Ganze recht blechern anhörte. Eine Erklärung dazu findet sich leider nicht.
Das Kabel ist mit 3 Metern relativ kurz geraten. Wer etwas weiter von der Konsole weg sitzt, der sollte eine USB-Verlängerung zur Hand nehmen.
Auch hier ist die Bedienung des Steuerkreuzes gleichermaßen unpräzise, wie bei dem PS3-Controller. Wie es scheint, eigenen sich die F.P.S. Pro am besten für Ego-Shooter.
Auch hier gilt, Alternative für Shooter-Fans, ja. Allerdings kein Muss!
Wie beim Modell für die PS3, legt der Gamer knappe 40 € auf die Ladentheke.
Der dritte Controller im Rahmen unseres Tests ist der Bigben Interactive RF-Controller für die PlayStation 3.
Optisch sieht er dem Original Sony Controller recht ähnlich, aus der Entfernung betrachtet, unterscheidet er sich nur durch das Big Ben-Logo, welches auf der Mitte des Controllers prangt.
Der RF-Controller verfügt über eine Tilt-Sensor-Technologie und ist mit der PlayStation 3 und dem PC kompatibel.
Geliefert wird der Big Ben-Controller mit einem USB-Empfänger und zwei Batterien.
Verarbeitung :
Der Big Ben RF-Controller ist sehr gut verarbeitet und steht seinem Sony-Vorbild in Nichts nach. Die Buttons und auch das Steuerkreuz sind leicht zu drücken und der Controller liegt gut in der Hand, allerdings scheint er etwas schwerer zu sein, als Sony's Wireless-Pad.
Gesamteindruck :
Der Big Ben RF-Controller macht optisch einen guten Eindruck. Die Knöpfe sind alle sehr gängig und auch beim längeren Spieleabenden liegt er gut in der Hand.
Wie auch bei den beiden anderen Controllern ist das Steuerkreuz wieder der Knackpunkt. Präzise Eingaben sind nicht immer möglich, jedoch reagiert er besser auf Eingaben, als die Controller der Konkurrenz.
Der USB-Empfänger leistet gute Arbeit, zwar verlor er auch einmal kurz die Verbindung, jedoch auch hier hinterlässt der Big Ben einen besseren Eindruck.
Der Big Ben RF-Controller ist eine gute Wahl für Spieler. Die wenigen kleinen Macken fallen kaum ins Gewicht und er dominiert in unserem Test klar.
Der günstige Preis von ca. 20 € macht das Gesamtpaket rund und es kann eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden.
Last but not least ist der Wildfire-Controller von Big Ben Interactive.
Wirkt er anfangs noch recht unscheinbar und optisch nicht sehr beeindruckend, zeigt sich allerdings beim genauen Check, dass er einiges auf dem Kasten hat. Der Wildfire-Controller kann per USB an den heimischen PC geklemmt werden und durch eine Software geupdatet werden.
Mit Hilfe der Software können auch verschiedene Einstellungen am Pad vorgenommen werden, wie z. B. das Zuweisen der einzelnen Knöpfe oder Feinjustierung der Sticks.
Ein nettes Gimmick ist die programmierbare Turbo-Fire-Funktion. Den Stufen sind unterschiedliche Lichtkombinationen zugeordnet, so dass der Spieler während des Spielens sehen kann, welches Tempo er eingestellt hat.
Das Pad selbst liegt gut in der Hand und unterscheidet sich im Gewicht kaum von Microsoft's originalem Controller. Eines fällt jedoch sofort auf: Der Wildfire ist recht klobig und groß und somit weniger für Kinder- oder Frauenhände geeignet.
Verarbeitung :
Der Wildfire ist solide verarbeitet, auch hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Das Steuerkreuz ist gut in das Gehäuse eingearbeitet und lässt sich sehr leicht drücken.
Gesamteindruck :
Der Big Ben Interactive Wildfire überzeugt durch solide Verarbeitung und reisst auch optisch einiges raus. Die Möglichkeit, das Pad zu updaten oder die Empfindlichkeit der Sticks einzustellen, ist ein weiteres Plus. Auch das Steuerkreuz ist, wie bei den Konkurrenzprodukten, wieder eher schlecht für Prügelspiele geeignet; am genauesten sind anscheinend nur die originalen Controller.
Mit knapp 30 € liegt der Wildfire auch recht günstig und ist eine echte Alternative für Menschen mit großen Händen.
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