| Two Worlds II | |||||
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Publisher: Topware Entwickler: Reality Pump EU Release: 9.11.2010 (mehr Infos zum Spiel) |
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| Review: Two Worlds II |
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Getestet von Eule 10.01.2011 |
| Wie jedes Jahr zur kalten Jahreszeit erscheinen die ufangreichen Rollenspiele. Während jedoch feste Größen wie Gothic 4 oder Fable 3 Ernüchterung, wenn nicht gar Enttäuschung hervorgebracht haben, hat das polnische Entwickler Team von Reality Pump das wohl beste Rollenspiel dieses Winters geliefert. Story ![]() Die Story hat alle klassischen Züge einer Fantasygeschichte. Dem dunklen Herrscher Gandohar gelingt es Arizaal, den Gott des Feuers, zu töten. Im daraus entfachten Machtkampf um Arizaals Platz entsteht in der Welt von Antaloor ein fünftes Element, die Schwarze Magie. Um Arizaals Platz einnehmen zu können, muss sich Gandohar diese Macht gefügig machen. Diese ist jedoch an Kyra, die Schwester des Protagonisten gebunden, die das Seelengefäß für Arizaals Macht ist. Um an die Macht zu gelangen, entzieht er Kyra Stück für Stück die Lebensenergie. Da diser Vorgang für einen Sterblichen tödlich endet, fungiert Ihr dabei als zusätzliche Lebensquelle. Die Lebensenergie wird zwischen den dreien Körpern hin- und hergetauscht, wobei die Macht Gandohars stetig ansteigt. An dieser Stelle beginnt das Spiel. Ihr, im Kerker Gadoras gefangen, werdet ausgerechnet von Orks, dem wohl unbeliebtesten Volk der Fantasygeschichte befreit, die den Aufstieg Gandohars verhindern möchten. Euch gelingt die Flucht, eure Schwester bleibt jedoch zurück. Das Grundziel des Spiels kann also klassischer gar nicht sein: befreit das Mädchen und stoppt den dunklen Herrscher. Gleichzeitig bietet die Story aber genug Komplexität und Tiefe, um sich durchaus von vielen anderen Spielen abzuheben. Nicht nur in den Hauptquests wird die Story vorbildlich vorangetrieben. Gerade die Nebenquests, die weit über das übliche „Töte dies, besorge das“ hinausgehen, verleihen der Story wie der gesamten Spielwelt Antaloors Realismus und Tiefe. Ihr bewegt euch frei in einer offenen Welt, die durchaus logischen Gesetzen folgt. Wenn Ihr euer Pferd zum Beispiel über längere Zeit zu hart antreibt, wirft es euch einfach ab. In den Siedlungen solltet ihr keinesfalls eure Waffe ziehen, sonst werdet ihr, wie man es z.B. von Fable oder Assassins Creed kennt, von den Wächtern angegriffen. Besonders gefallen hat mir auch, dass Charaktere aus Nebenquests mitunter nicht einfach nach Erfüllung der Quest aus dem Spiel verschwinden, sondern euch Spielstunden später wiedererkennen und entsprechend eurem vorherigen Verhalten reagieren. Gameplay ![]() Generell ist wohl bei der Entwicklung des Spiels „Tiefe“ das Zauberwort gewesen, was man dem Kampf- und Fertigkeitensystem sieht, dass es wohl selten in solchem Umfang und dabei so ausbalanciert gab. Nach der Befreiung durch die Orks erlernt ihr zunächst in einem Tutorial die 3 Grundpfeiler des Kampfes, den Nahkampf, Fernkampf und die Magie. Ihr müsst euch dabei nicht auf einen Stil festlegen, sondern könnt jederzeit dazwischen wechseln. Wobei Ihr natürlich durch das Aufleveln eure Fähigkeiten eurem bevorzugten Spielziel anpassen könnt. Neben den grundlegenden Kampfstilen kommt das Fertigkeitensystem. Ihr könnt als Krieger, Waldläufer, Assassine oder Magier fungieren und entsprechende Skills erlernen. Der Krieger perfektioniert den offenen Nahkampf durch das Erlernen und Aufwerten bestimmter Schlagtechniken. Als Waldläufer konzentriert ihr euch naturgemäß auf den Fernkampf, in dem Ihr eure Schussfähigkeiten erhöht, aber zum Beispiel auch lernt, Giftpfeile herzustellen, um höheren Schaden zu erzielen. Um erfolgreicher Assassine zu werden, lernt ihr unter anderem zu schleichen, Fallen aufzustellen und aus dem Hinterhalt anzugreifen. Als Magier befasst ihr euch mit dem Studium der Elemente und wie ihr diese einsetzen könnt. Hinzu kommt noch das für alle Klassen relevante Handwerk. In der Metallurgie, Alchemie, als Waffen- oder Rüstungsschmied lernt ihr das Anfertigen und Ausbauen von Waffen, Rüstungen oder anderen Gegenständen, die eurer Klasse nützlich sein können. Beim Aufleveln könnt ihr auch diese Ferigkeiten erhöhen, was euch befähigt, immer bessere Waffen etc. herzustellen. Die Steuernung ist größtenteils sehr intuitiv und geht leicht von der Hand, ob ihr nun das Spielen mit Maus und Tastatur, oder mit dem Gamepad, sowohl auf der XBOX 360 als auch auf der PS3, bevorzugt. Der einzige größere Kritikpunkt, ist die Doppelbelegung der Springen- und Aktionstaste. Dies kann zwar, wenn perfekt umgesetzt funktionieren, was hier leider nicht der Fall ist. Möchte man z.B. eine Kiste öffnen, muss man fast schon in perfekter Position davorstehen, damit auch wirklich die Aktion ausgeführt wird und man nicht einfach nur davor rumhüpft. Grafik und Sound ![]() Der technische Akpekt wird wohl gemischte Gefühle in euch hervorrufen. Am Sound gibt es eigentlich rein gar nichts zu bemängeln. Sowohl die musikalische Untermalung, als auch die Umgebungsgeräusche sind immer stimmig. Letztere funktionieren besonders in Verbindung mit einem Surroundsystem hervorragend, da sie damit eine realistische, räumliche Atmosphäre schaffen. Nicht zu vergessen sind auch die deutschen Synchronsprecher, die deutschen Stimmen von Hollywoodgrößen wie z.B. Willem Defoe, die allesamt einen hervorragenden Job machen. Eher zu bemängeln gibt es was an der grafischen Umsetzung. Dies liegt aber nicht der Umgebung oder auch den Animationen in den Cutscenes, die sich zwar nicht mit dem Fotorealismus in Big Budget Spielen wie z.B. Mass Effect messen können, aber dennoch im eigenen Stil hervorragend aussehen. Das Hauptproblem sind eher die lieblosen Animationen im Spiel selbst, insbesondere in Gesprächen, in denen ihr immer wieder die gleiche Mimik und Gestik zu sehen bekommt, was auf Dauer etwas nervig ist. Grundsätzlich sieht das Spiel aber definitiv sehr gut aus, auf welcher Plattform ihr es auch spielt, auch wenn der PC aufgrund der höheren Maximalauflösung leichte Vorteile hat dabei aber keine allzuhohen Hardwarenanforderungen stellt und selbst auf mittelprächtigen Rechnern hervorragend läuft. Multiplayer Wenn Ihr nach den etwa 30 Stunden im Singleplayer immer noch nicht genug habt, steht euch noch ein umfangreicher Multiplayer Modus zur Verfügung, in dem Ihr aus 5 verschiedenen Spielweisen wählen könnt. Im klassischen Team Deathmatch treten jeweisl 2 Viererteams gegeneinander an. Ein einfaches Prinzip, dessen Erfolg hauptsächlich von der Balance lebt, welche Leider nicht perfekt gelungen ist, da hier Nahkämpfer doch im Vorteil sind, was sich aber noch durch gutes Teamplay ausgleichen lässt. Außerdem gibt es kein Matchmaking, was also auch levelhöheren Spielern ermöglicht, in ein Anfängerduell mit einzusteigen und denen den Spaß zu verderben. Der Spielmodus ist vielleicht nicht perfekt, aber für den kurzen Kampf zwischendurch durchaus unterhaltsam. Im Adventure-Modus könnt ihr in Teams von bis zu acht Spielern Quests erfüllen und euren Online Charakter aufwerten. Die Quests selber leben dabei weniger von der Story sondern sind sehr kampflastig. Die Kämpfe, deren Verlauf von der Zusammensetzung eurer Truppe geprägt ist, sind dabei aber durchaus sehr unterhaltsam. Im Duell treten 2 Spieler in einer Arena gegeneinander an. Hier ist die mangelnde Balance zwischen den Klassen noch deutlicher zu spüren, da Sie nicht mehr durch ein gut zusammengestelltes Team ausgeglichen werden kann. Der Nahkämpfer ist hier ganz klar im Vorteil. Insgesamt liefert dieser Spielmodus wenig Abwenchsung und auch recht wenig Spielspaß. In der Kristalljagd machen sich zwei Teams auf einer großen Map auf die Jagd nach blauen Kristallen. Ihr könnt euch dabei entweder selbst auf die Kristalljagd machen oder die Spieler aus den anderen Teams vom Sammeoln abhalten um eurem Team Zeit zu verschaffen. Neben den blauen Kristallen gibt es noch weitere Gegenstände. Totenköpfe zerstören bei Berührung sich in der Nähe befindende Kristalle und grüne Kristalle verwandeln blaue Kristalle in Totenschädel und umgekehrt. Auch wenn oder gerade weil dieser Spielmodus in großen Mengen relativ hektisch ist, bietet er eine nette Abwechslung im Vergleich zu den anderen, klassischen Spielmodi. Der Spielmodus Village bietet ein kleines Aufbau Strategie Spiel. Mit den in anderen Spielmodi erworbenen Credits, kauft ihr euch ein kleines Dorf, das ihr in Quests weiter ausbaut und das auch von anderen Spielern besucht werden kann. Fazit Alles in allem ist Reality Pump trotz einiger kleiner Defizite ein wirklich hervorragendes Rollenspiel gelungen, das sich vor größeren Titeln wie Fable 3 oder Gothic 4 – Arcania micht zu verstecken braucht, nein diese vielmehr sogar noch um einiges übertrifft und vorerst durchaus als Maßstab im Bereich Fantasy Rollenspiel gesehen werden kann. ![]() |
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