| Final Fantasy XIV | |||||
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Publisher: Square Enix Entwickler: Square Enix EU Release: 21.9.2010 (mehr Infos zum Spiel) |
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| Review: Final Fantasy XIV |
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Getestet von Eule 20.02.2011 |
![]() Ein MMORPG, das den Spieler nicht nur durch Leveln und Sammeln von Gegenständen bei Laune hält, sondern auch eine mitreißende Story erzählt – dies wollte Final Fantasy XIV werden. Wenn man die allesamt hervorragenden Singleplayer Final Fantasy Titel betrachtet. Diese wurden durch genau das ausgezeichnet, was auch FF XIV benötigt. Eine ausgereifte, detaillierte Welt, spannende Story und herausfordernde Kampfe, optisch ansprechend präsentiert und mit einer einfachen Steuerung. Alles Dinge, von denen Square Enix mehrfach unter Beweis gestellt haben, dass Sie dazu fähig sind und die hier doch zu oft schiefgehen. Nach der Registrierung, Angabe der Bankverbindung (auch in der Testphase erforderlich) inklusive, kann man endlich damit beginnen den Charakter zu erstellen. Dieser Vorgang bietet dem Spieler angenehm viel Auswahl. Man wählt neben dem Äußeren, das jedoch im Vergleich zu anderen Spielen wenig Entfaltungsmöglichkeiten bietet, eine von 5 Rassen, die jeweils noch in 2 Clans unterteilt sind. Danach legt man sich auf eine der 18 Klassen fest, die einer der 4 Gruppen der Krieger, Magier, Sammler und Handwerker angehören. Festlegen ist hier aber definitiv der falsche Ausdruck, da die Klasse jederzeit im Spiel gewechselt werden kann. Zu guter letzt wählt man noch die Stadt, in der man das Spiel beginnt und wird dann, Final Fantasy typisch, mit einer fulminanten Eröffnungssequenz ins Spielgeschehen geworfen. Und leider gehen da schon die Probleme los. In der Stadt seienr Wahl angekommen, wird man nämlich erstmal alleine gelassen. Kein Begrüßungskommittee in Form eines NPCs, der einem einfache Quests erteilt, um mit Steuerung, Interface und der Spielewelt allgemein vertraut zu werden. Stattdessen nur jede Menge NPCs, die außer etwas Hintergrundwissen nichts wirklich wichtiges zu sagen haben – auch wenn Sie dies geschickt verbergen, in dem Sie fast schon penetrant versuchen, eure Aufmerksamkeit zu erwecken. Nach den, wenn man es vorher nicht besser weiß, vielen mehr oder weniger ergiebigen Gesprächen, fängt man – nur unterbrochen von einer weiteren schönen Videosequenz – endlich an wirklich zu spielen: der erste Kampf beginnt. Die Kämpfe bieten jedoch kaum mehr als jedes andere MMO. Man wählt entweder einen Angriff, Skill oder wendet einen Zauberspruch an. Es gibt zwar gute Ansätze, wie z.B. die Möglichkeit mit seiner Party eine Kombination von Angriffen vorzubereiten um eine Combo zu erzielen. Dies funktioniert jedoch alles andere als zuverlässig und wie sonst auch, bietet das Spiel hierbei keinerlei Hilfe an. Also bleibt es in den meisten Fällen dann doch beim sehr einfach gestrikten Angriff, Skill oder Zauberspruch. Das klingt dann aber doch deutlich schlechter, als tatsächlich der Fall ist., was dem unglaublich vielfältigen Klassen- und Levelsystem zu verdanken ist. Die Klasse lässt sich nämlich jederzeit im Spiel durch ausrüsten der entsprechenden Waffe oder des Werkzeugs ändern. Es ist also theoretisch möglich mit einem Charakter alle Klassen und Handwerke zu meistern. Das Aufleveln der Klassen geschieht dabei unabhängig vom physischen Level eures Charakters. Wenn Ihr z.B nach 20 Leveln als Gladiator doch lieber Magier werden wollt, beginnt ihr als Magier zwar auf Level 1, behaltet aber eure bisherigen physischen Attribute bei. So ist es theoretisch möglich, alle Klassen und Handwerke zu beherrschen. Nimmt man hinzu, dass die im Handwerk erworbenen Fähigkeiten beim Wechsel der Klasse beibehalten werden und sich jeweils anders kombinieren lassen, bieten sich dadurch scheinbar endlose Möglichkeiten, sein Repertoir an Angriffen und Skills anzulegen.Doch hier kommen wir dann schon zum nächsten dicken Kritikpunkt, der Steuerung. Es ist zwar schön und gut, dass das Wechseln der Klassen durch Wechsel der Ausrüstung jederzeit möglich ist, dass aber eben der einfache Wechsel eines Ausrüstungsgegenstands 12 (!) Klicks erfordert, ist schlichtweg grauenhaft. Jede vermeintlich einfache Aufgabe muss durch unnötig komplizierte Kombination von Mausklicks in einem wenig übersichtlichen Interface erledigt werden, denn vorgefertigte Hotkeys gibt es nicht. Man hat zwar die Möglichkeit, Makros anzulegen und man kann sicherlich argumentieren, dass der Spieler hierdurch komplette Freiheit hat, letztendlich ist das aber Freiheit die keiner will, weil es viel zu umständlich ist, etwas mühevoll selbst einzurichten, was in jedem Spiel von vornherein vorhanden sein müsste. Den Umfang Spiels kann man mit zweierlei Maß betrachten. Je nach Stadt, in der man beginnt, wird eine andere Story erzählt, zu denen man alle paar Level, natürlich mit Cutscenes aufbereitet, Quests absolviert. Dazwischen vertreibt man sich die Zeit mit den Nebenquests, den sogenannten Leves. Von denen gibt es zwar Hunderte, die sich aber meistens auf 2 Grundprinzipien zurückführen lassen, Monster töten und Gegenstände herstellen. Die mangelnde Abwechslung geht sogar so weit, dass man mitunter unter anderem Vorwand von einem anderen Auftraggeber aus den gleichen Gegner erledigen muss, was auch dem Vorhaben, eine flüssige Story zu erzählen, nicht gerade entgegenkommt. Ein weiterer fragwürdiger Gesichtspunkt an den Leves ist, dass die Anzahl der Leves, die man in innerhalb von 36 Stunden erledigen darf, auf 8 begrenzt ist. Dadurch sollen Gelegenheitsspieler im Vergleich zu Dauerzockern fairer dastehen. Letzteren wird zusätzlich dadurch das Leben erschwert, dass die Anzahl der Erfahrungspunkte nach 8 Stunden Spielzeit pro Tag stetig abnimmt bis man letztendlich nach 15 Stunden gar keine mehr erhält, was man Squre Enix durchaus als verantwortungsvolles Verhalten anrechnen kann. Als Letztes bleibt noch die grafische und akustische Präsentation zu erwähnen, die erwartungsgemäß positiv ausfällt. Die Umgebung, Charaktere, Gegner, Gegenstände usw. sind sehr detailliert animiert. Dies macht sich jedoch auch in den Hardwareanforderungen bemerkbar. Doch selbst auf einem Mittelklasserechner mit relativ niedrigen Einstellungen sieht das Spiel im Detail immer noch gut aus. Leider kommt auch hier ein wenig die mangelnde Abwechslung in die Quere. Viele Texturen wiederholen sich häufig, wodurch eine zwar schöne, aber langweilige Welt entsteht. Der Sound ist ganz Final Fantasy typisch von japanischer Popmusik gepaart mit Orchestern geprägt, aber immer stimmungsvoll. Abschließend kann man sagen, dass Final Fantasy XIV noch weit weg davon ist, ein gutes, ja sogar fertiges Spiel zu sein. Gute Ansätze werden durch mangelhafte Umsetzung und Ideenarmut getrübt. Immerhin hat Sqaure Enix aus der niederschlagenden Kritik seine Konsequenzen gezogen und ein neues Team damit beauftragt, alte Fehler auszumärzen und das Spiel dahin zu bringen wo es hinwollte. Bis dies erreicht ist, ist das Spiel auch erstmal Free For Play, so dass es sich doch lohnt hin und wieder mal zu schauen, was sich getan hat. Ob Spieler und Entwickler jedoch die Geduld haben, das Spiel zu einem fertigen Produkt weiterzuentwickeln, bleibt abzuwarten. ![]() ![]() |
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