| Xenoblade Chronicles | |||||
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Publisher: Nintendo Entwickler: EU Release: 19.8.2011 (mehr Infos zum Spiel) |
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| Review: Feel the Blade! |
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Getestet von Manrek 17.09.2011 |
Was empfindet, oder besser gesagt, fühlt man, wenn man in den blauen Himmel sieht und ein gigantisches Ungetüm starrt auf einen herab? Ein Ungetüm das scheinbar größer als alles bisher dagewesene ist? Der erste Gedanke ist wohl Ehrfurcht, gefolgt von Faszination. So auch in Xenoblade Chronicles, das erst kürzlich für die Wii erschienene Rollenspiel des “Xenogear”-Schöpfers Tetsuya Takahashi. In diesem gigantischen Rollenspiel-Epos geht es um eine Schlacht die sehr lange Zeit zurückliegt. Eine Schlacht von unvorstellbarem Ausmaß. Die Titanen Bionis und Mechonis bekriegten sich vor vielen Jahren. Der Kampf endet eines Tages in einem Unentschieden, beide holten zum finalen Schlag aus und trafen sich gegenseitig. Es gab keinen Gewinner sondern nur Verlierer, beide mussten ihr Leben lassen und erstarrten zu leblosen Hüllen. Einige hundert Jahre später ist der Kampf beider in die Legenden eingegangen und Leben hat sich auf beiden Titanen gebildet. Zum einen leben auf Bionis die menschenähnlichen Homs, sowie Kreaturen und Monster aus Fleisch und Blut. Auf Mechonis haben sich über die Jahre Maschinenwesen entwickelt. Diese beiden Völker begannen den Krieg der Titanen fortzusetzen, in einem unerbittlichen Kampf um den Sieg. Das große Problem für die Homs ist wohl, dass die Mechows (Maschienenwesen) immun gegen gewöhnliche Angriffe sind. Nur Träger des legendären Lichtschwertes “Monado” können den Stahlbestien schaden. Wie es der Zufall so will ist, der Hauptcharakter, Shulk in der Lage ein solches Schwert zu führen. Mit seinem Freund Reyn begibt er sich in das Abenteuer seines Lebens in einer gigantischen Welt zweier Titanen und deren Geschichte.![]() Einen phantastische Geschichte hat Xenoblade Chronicles auf jeden Fall, doch wie sieht es mit dem Rest aus? Kann das Spiel mehr als nur eine tolle Geschichte haben? Auf jeden Fall! Grafisch gehört Xenoblade Chronicles zu den besten Wii-Spielen überhaupt, auch wenn ab und zu ein Gestrüpp oder diverse Pflanzen etwas verwaschen aussehen können, ist das Gesamtbild mehr als grandios. In den Städten findet richtiges Leben statt, NPCs die sehr natürlich rüberkommen, sowie eine Unmenge an Details, die vor allem an Häuserfassaden oder auch an Dekorationen hervorragend aussieht. Die gesamte Atmosphäre kommt ebenfalls mehr als gelungen rüber. So sind die weiten Landschaften mehr als eine Augenweide und die zahlreichen Höhlen und Gebirgspfade laden zum Erforschen ein. Positiv ist aber auch der zufällige Wetterwechsel. Wo gestern noch die Sonne mit voller Kraft geschienen hat, kann es heute regnen. Je nach Wetterlage und Tageszeit ändern sich nicht nur die Umgebung, auch die Gegner sind nicht dieselben. So grasen riesige friedliche Dinosaurier an einem Sommertag auf den weiten Weideflächen des Landes, während bei starkem Regen weitaus gefährlichere Jäger aus ihren Löchern kriechen. So kann es mehr als nur einmal vorkommen das man vom Regen oder Sturm überrascht wird und Probleme bekommen kann, weil man sich auf ein anderes Wetter und andere Gegner eingestellt hat. Die Musik ist ebenfalls optimal ausgewählt worden und ein echtes Highlight des Spiels. So ist der für ein Rollenspiel typische Fantasy-Soundtrack vom Feinsten enthalten, der je nach Lage und Ort, eine wundervolle Stimmung schafft. Rollenspiel-Fans kommen voll auf ihre Kosten und dürfen dieses Spiel auf gar keinen Fall umgehen! ![]() Doch wie fast jedes Spiel ist Xenolade Chronicles nicht 100% perfekt. So ist die Kamera, wie so oft in Rollenspielen, manchmal ein echtes Problem. Man möchte ein Gegner fokussieren greift diesen an und die Kamera schwenkt im Kampfgeschehen in eine andere Richtung. Dies kann so manches mal etwas nervig und vor allem frustrierend sein. Doch nach und nach ist auch dieser eine negative Aspekt ausgemerzt und man kann sich wieder der fantastischen Fantasiewelt widmen. Ebenfalls kompliziert ist das Kampfsystem. Rollenspiel-Veteranen werden sich schnell zurecht finden, Neulinge könnten hingegen evtl. ein paar kleine Probleme mit der Steuerung des Kampfes haben, denn Xenoblade Chronicles ist kein “Button-Smashing”-RPG mit Hack'n'Slay-Einlagen. Nein, Xenoblade Chronicles erinnert eher an Final Fantasy 12. Man peilt einen Gegner an und zieht seine Waffe, der Kampf beginnt! Nun wählt man auf einer der unteren Leisten die Angriffe und Fähigkeiten aus und diese werden dann ausgeführt. Das dem Spieler hier die Kamera evtl. im Weg stehen kann wurde ja bereits erwähnt. Doch keine Panik! Auch unerfahrene Spieler kommen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit dahinter wie der Kampf richtig funktioniert. Umfangreich sind nahezu alle Rollenspiele, doch bei Xenoblade Chronicles sollte man sich so schnell nichts neues vornehmen. Mit rund 100 Stunden Story und noch mal genau so viel Stunden für Nebenmissionen erfordert dieses Spiel Ausdauer. Spieler die nun denken das genau dies zu Monotonie führt irren. Die gigantische Welt erstreckt sich über so viele verschiedenen Orte, Plätze, Prärien und Höhlen da kommt sicher keine Langeweile auf. ![]() Rollenspiel-Fans kommen um dieses Spiel nicht herum! Eines der letzten großen Highlights der Wii-Ära begeistert in voller Länge. Eine gigantische Welt die durch ihre Schönheit und ihre Flora und Fauna mehr als nur einmal den Atem stocken lässt, verspricht scheinbar unendlich viele Spielstunden voller Spaß und Begeisterung. Ohne viele weitere Worte... Auf zum nächsten Videospiel-Händler des Vertrauens und kaufen! Eines der wohl besten Rollenspiele der vergangenen 10 Jahre; bei dem es sich lohnt sich jeden Euro in dieses Spiel zu investieren. EXTRA BLOCK: Spieler Europas bekamen von Nintendo gleich zwei Versionen zur Auswahl. Zum einen das Standardspiel und für Spieler und Sammler die entweder noch keinen Classic-Controller haben oder eben diesen in rot möchten. Die etwa 10€ teuere Variante mit genau diesem edlen Controller der in den Farben des Heiligen Schwertes erschien. Zumal es sich um einen Pro-Controller handelt, der einzeln auch rund 25€ - 30€ kostet, auf jeden Fall lohnenswert. |
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