| The Darkness 2 | |||||
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Publisher: 2K Games Entwickler: Digital Extremes EU Release: 7.2.2012 (mehr Infos zum Spiel) |
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Getestet von D00m_2k7 19.02.2012 |
![]() 5 Jahre nach 2K Games Erstlingswerk, zum Comic The Darkness, erschien am 10. Februar 2012 der Nachfolger The Darkness II für PC, PlayStation 3 und XBox 360. Ob der zweite Teil an den überraschend guten Vorgänger anknüpfen kann und was sich alles geändert hat, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Text-Review. Story Während eines Restaurantbesuchs wird Jackie Estacado Opfer eines Attentats, welches er allerdings schwer verletzt überlebt. Mit Hilfe der Darkness, die auf ihre erneute Entfesselung drängt, kann Jackie jedoch entkommen und hinterlässt eine blutige Spur der Verwüstung. Kurz darauf erfährt er das die Bruderschaft, angeführt von Narbengesicht Victor, sich im Besitz der Siphon befindet und hinter ihm, oder besser gesagt der Darkness, her ist. Mit der Siphon ist es nämlich möglich dem Wirt der Darkness, selbige zu entziehen und in das Gefäß zu verbannen. All dies erfährt Jackie Estacado unter anderem von Johnny Powell, einem geistig verwirrten Mann, welcher über großes Wissen der Darkness und dem Gegenstück, der Angelus, verfügt. Jackie wird vom Gejagten zum Jäger und macht sich auf den Weg die Siphon in seinen Besitz zu bringen und zu erfahren was wirklich mit seiner getöteten Freundin Jenny passiert ist. ![]() Irgendwie hat man allerdings den Eindruck das die Entwickler bei Digital Extremes sich nicht wirklich auf eine Erzählweise einigen konnten. Jackie erzählt seine Geschichte im Monolog, Rückblenden erzählen von früheren Vorfällen und es gibt diverse Zeitsprünge. Die gute Story ist mit einigen interessanten Twists versehen und an die (mittlerweile über einhundert) Comics angelehnt; allerdings wird schon mitten in der Story ein kaum zu überhörender Hinweis auf das Ende geliefert. Auch alte Bekannte wie Jackie's Tante Sarah, Butch, Vinnie etc. sind wieder mit dabei; was allerdings Spielern, die den Vorgänger nicht kennen, wenig weiterhilft. Optik Die Optik und das Design präsentieren sich im feinsten CellShading-Look. Alles sieht aus wie mit Tusche gemalt und wurde mit diversen Schattierungen versehen; auch kräftige Farben finden hier Verwendung. Zusammen mit der extrem überzogenen Gewaltdarstellung wird die Atmosphäre der Comicvorlage gut in das Spiel transportiert. Natürlich hält selbst das nicht die USK von diversen Schnitten ab. Die Ragdoll-Physik bei Leichen wurde entfernt, die Gegner lassen sich nicht zerstückeln oder aufspießen und nicht alle "Execution Moves" (welche sowieso, aufgrund der schon genannten Zensuren, keinerlei verheerende Auswirkungen haben) sind enthalten; subjektiv gesehen enhält die deutsche Version auch weniger Blut. ![]() Das Charakter- und Leveldesign ist zum größten Teil gelungen, allerdings kommt es nie wirklich erwachsen oder übermäßig düster rüber. Die Gegner sind alle identisch und unterscheiden sich nur in ihrer Ausrüstung; da wäre ein wenig mehr Abwechslung nicht schlecht gewesen, auch wenn man sie meist nur kurz zu Gesicht bekommt, bevor die Farbe Rot auf dem Bildschirm dominiert. Zu SlowDowns oder Framerate-Einbrüchen kam es in der getesteten PlayStation 3-Version nur ein einziges Mal; sonst lief das Spiel durchgehend flüssig. Sound Eine große Stärke von The Darkness II ist der kraftvolle und brutale Sound, sowie die gute, teils lizenzierte, Musik; beispielsweise bekommt ihr "Wild Thing" von ToneLoc oder "Black Betty" von Spiderbait zu hören. Die deutsche Synchronisation ist (wenig überraschend) leider kaum der Rede wert. Sätze wie "Jackie! Come to the Daaaarrrk..." mit "Jackie! Komm in die Fin..." zu übersetzen ist schon 'nen Schlag ins Genick wert. Auffallend ist auch der fehlende italienische Akzent bei Vinnie und anderen Mitgliedern der Mafia-Familie oder falsche Betonungen und eine oftmals nicht der Situation angepasste Stimmlage. Die Darkness wird im Original von Mike Patton (Faith No More) gesprochen; in der deutschen Version hört es sich eher so an als ob ein Kleinwüchsiger seinen Text auf der Toilette, bei der Verrichtung des großen Geschäfts, eingesprochen hat. Auch der (schwarze) Humor kommt trotz der ganzen "Gewalt" nicht zu kurz. Im späteren Verlauf spricht Dolfo zum Beispiel mit einem starken deutschen Akzent und parodiert Adolf ******; allerdings hat sich für die deutsche Version scheinbar niemand gefunden bzw. getraut das überzeugend rüber zu bringen. Sehr schade! Nicht zuletzt wegen solchen Dingen und der insgesamt fantastischen englischen Synchronisation, sollte man lieber zu einer anderen als der deutschen Version greifen. (Anm. d. Red.: Ich kann es bei diesem Spiel nicht oft genug sagen!) Gameplay Die größte Änderung, im Vergleich zum konsolenexklusiven Vorgänger, sind die vier Talentbäume. Hier kann man gesammelte Essenz gegen Skills wie zum Beispiel "Waffenkanalisierung", neue Exekutionen und Angriffsarten eintauschen. Pro Levelabschnitt sind diese Essenzportale mindestens einmal vorhanden; meist am Anfang und, falls vorhanden, kurz vor einem Boss. Die sehr vergebenden Checkpoints und AutoSave-Funktionen unterstützen euch gut durch euren Weg durch die Schlauchlevel mit, teilweise sehr kurz geratenen, Abschnitten. Diese werden oft von Zwischensequenzen unterbrochen, die die Story vorantreiben. Gerade dieser Umstand hindert euch daran einen gewissen Flow in euer Spiel zu bekommen. Sobald ihr euch in einen (Blut)Rausch gespielt habt, werdet ihr auch schon wieder durch einen Ladebildschirm, eine Zwischensequenz oder einen Dialog ausgebremst. Das ist ehrlich gesagt sehr schade, weil das Gameplay an sich wirklich gelungen und, trotz der vielen Angriffsarten, relativ schnell erlernt ist. Die (stark zensierten) Exekutionen bringen euch zum Beispiel Lebensenergie zurück, Munition für eure Waffen, einen Darkness-Schild oder schnellere Regeneration für eure Schwarm-Fähigkeit, welche Gegner mit einem grünen Nebel betäubt, oder die Waffenkanalisierung, die durchschlagskräftigere Munition ohne Nachladen bietet und später sogar durch Wände schießen kann. Doch genau da liegt auch das Problem! Jackie wird schnell übermächtig und sogar auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad bietet The Darkness II kaum Herausforderung. Die Gegner-KI reagiert eher dumm, was oftmals mit einem extremen Überschuss an Gegner kompensiert wird und teilweise in ziemlich unfairen "Try and Error"-Passagen endet. ![]() Das The Darkness eher auf die "lineare Casual-Schiene" (vieler Ego-Shooter) gewechselt ist, wird im zweiten Teil sehr deutlich. Während im Vorgänger noch diverse Dialoge mehrere Auswahlmöglichkeiten und eine gewisse Freiheit boten, so werden dem Spieler hier nur zwei Dialoge mit Wahlmöglichkeiten präsentiert. Wirkliche Konsequenzen haben diese allerdings nicht... Wenn der Abspann dann nach gerade einmal fünf bis sechs Stunden über den Bildschirm flimmert, macht sich Ernüchterung breit; darüber hilft auch nicht der freigespielte "Neues Spiel +"-Modus hinweg. Multiplayer Eine nette Idee ist der "Vendetta"-Modus, welcher mit bis zu vier Spielern im Koop-Modus zu bestreiten ist. Dort wählt jeder Spieler einen der vier Charaktere, mit seinen individuellen Waffen und Darkness-Fähigkeiten aus und stürzt sich in eine knapp zweistündige Kampagne, die parallel zur Hauptstory verläuft. "Nette Idee" nur deshalb, weil der Wiederspielwert nur dann besteht wenn man diesen einmal mit jedem der vier Charaktere bestreiten möchte und jeweils die Muse hat, diesen Charakter auch noch bis zum Maximum aufzuleveln. Die Kampagne macht Spaß, auch wenn der Netcode es nicht unbedingt zulässt lagfrei zu spielen. ![]() Umfang Die Singleplayer-Kampagne dauert, wie schon erwähnt, ca. fünf bis sechs Stunden und bietet danach einen "Neues Spiel +"-Modus, welcher Trophy-Hunter ansprechen wird. Der "Vendetta"-Modus kann mit mindestens zwei Stunden aufwarten und ist, je nach Lust und Laune, beliebig oft spielbar. Bei The Darkness II ist es empfehlenswert zur Limited Edition zu greifen! Diese enthält das "Crazy Abdul"-Outfit für euren Darkling, die Fähigkeiten "Gourmet Hearts" (+ 20% Essenz) und "Relic Hunter", welcher euch den Weg zum nächsten Relikt zeigt, wenn ihr in der Nähe seid. Außerdem enthält diese Edition ein großes Doppelposter, mit einem von Marc Silvestri geschaffenen Artwork, und einen Code für zwei digitalisierte The Darkness Origins-Comics (Volume 1 und Volume 2) mit knapp über 300 Seiten im Wert von ca. 15 US-Dollar; herunterladbar auf comixology.com. Fazit Es macht definitiv (diabolischen) Spaß seine dunkelste Seite mit The Darkness II zu entdecken, aber der geringe Umfang im Vergleich zum Vorgänger und die fehlende Freiheit trüben den Spaß doch mehr als zunächst erwartet. Optisch gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant gestaltet sich der Rache-Trip, nicht zuletzt auch durch den gelungenen Sound. Und auch hier muss ich nochmals dazu appellieren: "Kauft euch die ungeschnittene, englische Version!". Nur so kommt man in den vollen "Genuss" dieses blutigen Spektakels und kann die Darkness voll in sich aufnehmen. Für Fans der Comcis und des ersten Spiels ist The Darkness II eine Empfehlung wert! |
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#1
von
Xolthor
an
19.02.2012, 19:01
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Also ich hätt dem Gameplay auch ne 2 gegeben und im Gesamt Eindruck dann auch! Ansonsten super geschrieben!
Was ich schade finde das man für Jackie in der englischen Version nicht mehr den selber Sprecher genutzt hat wie in Teil 1 weil den fand ich extrem gut, naja der neue macht seine Sache auch nicht schlecht! |
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Geändert von Xolthor (19.02.2012 um 19:03 Uhr).
I love KoA & ME3 |
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